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AFI Barometer | Arbeitnehmer-Innen | Einkommen | 16. Juli 2018

Ungleiche Einkommen:

Südtirol ist Mittelmaß mit Ansätzen zur Verbesserung

Es gelte zwischen der gefühlten und der aus Verwaltungsquellen belegbaren Einkommensungleichheit zu unterscheiden, schickt AFI-Direktor Perini voraus. Ihrer persönlichen Einschätzung nach stufen 83% der Befragten im AFI-Barometer die bestehende Ungleichheit zwischen Arm und Reich in Südtirol als „sehr groß“ (32%) oder „groß“ (51%) ein. In den AFI-Barometer-Befragungen der Vorjahre waren die Werte ähnlich hoch und zum Teil auch höher, so Perini. Auch hier sei kein Trend in die eine oder andere Richtung erkennbar. Mit Zahlen des ASTAT aus dem Jahr 2013 lasse sich belegen, dass die Haushaltseinkommen in Südtirol zwar gleichmäßiger verteilt sind als in den USA oder Italien, aber ungleicher als in Österreich, der Schweiz und Deutschland. Ein Grund hierfür sei die Spreizung zwischen „Gut-“ und „Schlechtverdienern“, weiß Perini. Diese sei in Südtirol zwar kleiner als in Griechenland oder Italien, jedoch größer als in den deutschsprachigen Nachbarländern. „Zahlen aus den Einkommenserklärungen deuten wiederum darauf hin, dass sich die Verteilung der Individualeinkommen zwischen 2011 und 2015 in Südtirol tendenziell im Sinn größerer Ausgewogenheit entwickelt hat“, stellt AFI-Direktor Stefan Perini mit Blick auf entsprechende Veröffentlichungen des Instituts fest.

 


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