Herbst 2013|01 – ArbeitnehmerInnen: Durchwachsenes Stimmungsbild

AFI Barometer | Arbeitnehmer-Innen | Arbeitsmarkt | Konjunktur | Öffentliche Haushalte | Qualität der Arbeit | Wirtschaftspolitik | 10. Oktober 2013

Die Erwartungen betreffend die Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft für die nächsten zwölf Monate hellen sich zwar etwas auf, bleiben aber in der Tendenz leicht abwärtsgerichtet: Fast die Hälfte (48%) der befragten ArbeitnehmerInnen erwartet eine unveränderte Situation, 18% eine Verbesserung, 35% eine Verschlechterung. Den Einschätzungen entsprechend dürfte die wirtschaftliche Situation der Familien für die nächsten zwölf Monate weitgehend konstant bleiben. Angesprochen auf den Lebensstandard geben 62% der ArbeitnehmerInnen an, mit ihrem Gehalt über die Runden zu kommen, während 38% behaupten, Schwierig-keiten zu haben, weil das Geld nicht bis ans Monatsende reicht. Auch in Bezug auf die Sparfähigkeit stellt sich die Situation differenziert dar: rund die Hälfte ist zuversichtlich, in den nächsten zwölf Monaten Geld auf die hohe Karte legen zu können, die andere Hälfte betont, dass dies nicht möglich sein wird.

Die Qualität des Arbeitsplatzes erhält nach wie vor recht positive Bewertungen, insbesondere was das Verhältnis zu den Kollegen und den Vorgesetzten, die Gesundheitsbedingungen am Arbeitsplatz oder die Unfallrisiken anbelangt. Überdurchschnittlich zufrieden äußern sich Südtirols ArbeitnehmerInnen auch mit den Fahrzeiten, um den Arbeitsplatz zu erreichen. Der steigende Zeitdruck, die Anpassung an technische und organisatorische Veränderungen sowie Schwierigkeiten in der Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben wer-den am ehesten als Belastungsfaktoren gewertet.
In naher Zukunft dürfte es auf Südtirol-Ebene zu einem weiteren leichten Anstieg der Arbeitslosigkeit kommen. Was die Stabilität des eigenen Arbeitsverhältnisses anbelangt sehen 87% der ArbeitnehmerInnen kein unmittelbares und akutes Risiko, den Arbeitsplatz zu verlieren. Gleichzeitig ist man sich aber mehrheitlich (77%) bewusst, dass es momentan schwierig wäre, eine gleichwertige Arbeitsstelle zu finden.

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