Sommer 2014|02 – Es geht leicht aufwärts. Problem Lebenshaltungskosten

AFI Barometer | Arbeitnehmer-Innen | Arbeitsmarkt | Einkommen | Konjunktur | Qualität der Arbeit | Vereinbarkeit Familie Beruf | Work-Life-Balance | 14. Juli 2014

Graf.1Die Stimmung zieht europaweit leicht an. In diese Richtung deuten sowohl die Experten-befragung World Economic Survey als auch das Konsumentenklima, das im Auftrag der Europäischen Kommission erhoben wird. Trotz besserer Stimmung, auch an den Finanz-märkten, springen die Indikatoren der Realwirtschaft jedoch nicht wirklich an. Die aktuel-len Wachstumsprognosen für 2014 liegen bei +1,2% für die Eurozone, +0,6% für Italien, +1,8% für Deutschland und +1,6% für Österreich. Die Arbeitslosigkeit bleibt in Europa das große Problem.

Südtirol – Stimmung: Arbeitnehmer sind zuversichtlicher

Südtirols Arbeitnehmer gehen davon aus, dass sich das lokale Umfeld aufhellen wird. Dies betrifft insbesondere die erwartete Entwicklung der Südtiroler Wirtschaft in den nächsten 12 Monaten. Zum ersten Mal seit Beginn der Befragung überwiegt diesbezüglich der Teil der Optimisten leicht. Aber auch das Risiko des Arbeitsplatzverlustes wird weniger stark wahrgenommen als es noch in vorhergehenden „Wellen“ der Fall war. Die Arbeitslosigkeit dürfte zwar auch in den nächsten 12 Monaten noch ansteigen, allerdings in abgeschwäch-tem Rhythmus. Von den besseren Umfeld-Bedingungen profitieren die Arbeitnehmerfami-lien jedoch in einem ersten Moment nicht: Die wirtschaftliche Situation der eigenen Fami-lie, die Fähigkeit mit dem Lohn über die Runden zu kommen sowie die Sparmöglichkeiten bleiben unverändert. Der Anteil der Arbeitnehmer, der angibt, nur mit Schwierigkeiten über die Runden zu kommen, beträgt 41%.

Südtirol – Eckdaten: Noch merkt man wenig

An den volkswirtschaftlichen Kennzahlen ist der Aufschwung der Südtiroler Wirtschaft noch nicht abzulesen. Positive Meldungen kommen von der Exportwirtschaft und vom Woh-nungsmarkt. Der Tourismus zeigt sich in der abgelaufenen Wintersaison stabil. Einige wirt-schaftspolitische Rahmenbedingungen (Vorschüsse auf Sanierungen, steuerliche Entlas-tungen, Maßnahmen zur Ankurbelung der Kreditvergabe) stützen die Wiederbelebung. Trotzdem wird es notwendig sein, in der zweiten Jahreshälfte die Ärmel hochzukrempeln, soll die Südtiroler Wirtschaft im laufenden Jahr um mindestens 1% wachsen.

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