Winter 2014|02 – Stimmungsbild weitgehend unverändert. Entspannung am Arbeitsmarkt setzt sich fort

AFI Barometer | Arbeitnehmer-Innen | Arbeitsmarkt | Konjunktur | 22. Januar 2015

Im Jahr 2015 schreitet die Wirtschaftsentwicklung in den Ländern der Europäischen Union insgesamt schleppend voran (Wirtschaftswachstum: +1,2%). Die Weltkonjunktur wird vor allem von den USA angetrieben (+3,6%). Die Erdölpreise bleiben über das gesamte erste Halbjahr 2015 niedrig. Der Euro-Raum taucht vorübergehend in eine Phase der „technischen Deflation“ ein. Der schwache Euro gibt dem Export in Zielmärkte außerhalb des Euro-Raums deutlichen Auftrieb.

Stimmung der Südtiroler Arbeitnehmer wie vor 12 Monaten

Das Stimmungsbild der Südtiroler Arbeitnehmer ähnelt mit wenigen Ausnahmen jenem vor einem Jahr. Aufgehellt haben sich die Perspektiven am Arbeitsmarkt. Die Entwicklung der Arbeitslosigkeit wird weniger pessimistisch eingeschätzt als noch zu Beginn 2014, dasselbe gilt für das Risiko, den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren. Anhaltend differenziert bleibt die Situation innerhalb der Arbeitnehmerschaft in Bezug auf die Sparfähigkeit. Die Hälfte der Befragten ist zuversichtlich, Geld auf die hohe Kante legen zu können, während die andere Hälfte davon ausgeht, dass dies nicht möglich sein wird. 38% der Südtiroler Arbeitnehmer geben an, dass sie nur mit Schwierigkeiten über die Runden kommen, weil das Geld nicht bis ans Monatsende reicht. Trotz dieser Schwierigkeiten bleibt ein Wirtschaftswachstum für die Südtiroler Wirtschaft von 1% im Jahr 2015 in Reichweite. „Die Energiekosten sind gesunken, der schwache Euro begünstigt den Export, der Zinssatz für Kredite ist besonders attraktiv und die von der Landesregierung beschlossene IRAP-Entlastung im Ausmaß von 88 Mio. Euro führt den Unternehmen frisches Geld zu. Jetzt warten wir auf Investitionen und Arbeitsplätze“, so der Kommentar von AFI-Direktor Stefan Perini.

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