Winter 2019|03 – Themenblock: Sparen

AFI Barometer | Arbeitnehmer*innen | Arbeitsmarkt | Konjunktur | 24. Januar 2020

Sparen in Zeiten von Negativzinsen: Eigenheim, Vorsorge, Gesundheit, Bildung

Im aktuellen AFI-Barometer glauben nicht alle Arbeitnehmerfamilien, in den nächsten 12 Monaten Geld auf die hohe Kante legen zu können: 19% antworten ‚sicherlich‘, 37% ‚eher schon‘, 25% ‚eher nicht‘, 19% ‚sicherlich nicht‘. Südtirols Arbeitnehmer sind vorsichtige Sparer: Ganz oben steht die Sicherheit des investierten Kapitals, dann folgt die Liquidität und erst danach kommt die Rendite – und selbst die sollte langfristig sein. Kurzfristige Gewinnüberlegungen spielen eine untergeordnete Rolle. Die Gründe fürs Sparen ändern sich im Lebensverlauf: Bei den Jungen steht die Wohnung an erster Stelle, bei den mittleren Kategorien sind es die Kinder, bei den Über-50-Jährigen ist es, neben den Kindern, auch die Vorsorge fürs Alter.

In Sachen Finanzkompetenz finden sich Italiens Bürger im Ranking der G20-Staaten an vorletzter Stelle zwischen Argentinien und Saudi-Arabien (Spitzenreiter: Frankreich, Norwegen, Kanada). Der Cocktail von negativen Realzinsen, geringer Risikobereitschaft und fehlenden Finanzkenntnissen führt dazu, dass Sparen heute für viele ein Verlustgeschäft ist. Wie handeln? Neben den traditionellen Optionen Immobilien, Lebensversicherungen oder ergänzende Pensionsfonds stehen die unkonventionellen Optionen auf dem Tapet. Eine davon ist die Gesundheit. Sich fit halten bedeutet weniger Ausgaben für medizinische Behandlung und Arzneien, die bei Rentnern nicht unwesentlich zu Buche schlagen können. Eine weitere unkonventionelle Option ist Bildung. „Weil der positive Zusammenhang zwischen Studienabschluss und Lohnniveau erwiesen ist, zahlen sich Investition in die eigene Fortbildung oder in jene der eigenen Kinder allemal aus“, rät das AFI. 

 


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