Corona-Krise: Die Stunde des Staates

Tipp | 20. April 2020

Längerfristig könnte die Corona-Krise zu einer besseren Sozialpolitik führen, meint Eric Frey im Wiener „Der Standard“ vom 18. April 2020

AUSZUG:  … der indische Wirtschaftsnobelpreisträger Amartya Sen … verweist auf den Triumph des Sozialstaats nach dem Zweiten Weltkrieg. Viel stärker als nach der Finanzkrise 2008 greift der Staat heute in alle Bereiche der Wirtschaft ein … Das hat mit der Natur einer Pandemie zu tun, aber könnte sich auch längerfristig auswirken … Auch wenn es nicht zu einem bedingungslosen Grundeinkommen kommt: Einige Lehren aus der Krise könnten mehr Geld für Gesundheitssysteme, höhere Löhne für Pflegeberufe und eine bessere soziale Absicherung sein. In der Eurozone wird wohl kein Weg an höheren Transferzahlungen des relativ stabilen Nordens an die Krisenstaaten im Süden vorbeiführen.