Lesenswerter Leserbrief

Tipp | 09. Mai 2017

Auf Seite 6 veröffentlicht die SWZ Nr. 18|17 einen kritischen und aufschlussreichen Leserbrief. Es schreibt Norbert Alton, Personalchef eines Südtiroler Industrieunternehmens und Vater von vier studierenden Söhnen, über deren Erfahrungen beim Eintritt in den Arbeitsmarkt. Die beiden älteren stehen in Wirtschaftsinformatik und Maschinenbau kurz vor dem Master. Wo? Alton spricht von der TU Graz und TU München. Dort würden Abgänger von Arbeitgebern noch während des Studiums regelrecht um – und sogar angeworben. Südtiroler Unternehmen seien keine dabei. Gar nicht zu reden von den Unterschieden bei den Einstiegsgehältern. Hierzulande würden die angehenden Ingenieure sogar in „Vorzeigebetrieben“ mit „Orientierungspraktika“ zu Hungerlöhnen eingestellt, ohne Karriereplan selbstverständlich. Italienischer Durchschnitt also, findet Alton, während Österreich, Deutschland und die Schweiz den jungen Fachkräften „goldene Brücken“ bauen. Angesichts dieser harten Tatsachen könne er das „Geplärre“der Südtiroler Arbeitgeber um fehlende Fachkräfte und die Schwierigkeit, junge „gute Leute“ zu finden, gar nicht mehr hören.