Zahnarzthelfer*in-Lehre

Lehrfach/Beruf Lehrdauer
Zahnarzthelfer*in 36 Monate

Lehrzeit: 36 Monate

Probezeit: wird von den Kollektivverträgen festgelegt. Bei Gewerkschaft nachfragen!

Wochenarbeitszeit: 40 Stunden in der 5-Tage-Woche, 38,5 Stunden in der 6-Tage-Woche, die normalerweise am Samstag um 13 Uhr endet. Die tägliche Mittagspause muss mindestens eine Stunde betragen.

Jahresurlaub: 26 Arbeitstage.

Freistellungen: Gesamt 72 bezahlte Freistunden pro Jahr bei 40-Stunden-Woche, gesamt 26 bezahlte Freistunden 26 bei 38,5-Stunden-Woche (setzen sich aus Feiertagsersatz und Arbeitszeitverkürzung zusammen). Die bezahlten Freistunden können zu je 4 oder 8 Stunden genossen werden.

Monatsteile mit weniger als 15 Tagen zählen für die Berechnung von Abfertigung, 13. und 14. Monatslohn, aber nicht für das Ansammeln von Ferien- und Freistunden.

Entlohnung: Grundlage ist der Monats-Bruttolohn der 3. Kategorie (ausgebildete Zahnarzthelfer*in). Der Lehrlingslohn ist prozentuell nach Lehrjahr gestaffelt.

ZAHNARZTHELFER/IN

ab Jänner 2018

Kategorie 3
Lohngrundlage Brutto/Monat 1.561,37 €
Lehrlingslohn
1. Lehrjahr 70%   1.092,96 €
2. Lehrjahr 80%   1.249,10 €
3. Lehrjahr 90%   1.405,23 €

Der Monatslohn geteilt durch 26 ergibt den Tageslohn, geteilt durch 170 den Stundenlohn.

 

13. und 14. Monatslohn: Das 13. Monatsgehalt erhalten die Beschäftigten zu Weihnachten (Weihnachtsgeld), das 14. Monatsgehalt (Urlaubsgeld) innerhalb des Monats Juni jeweils im Ausmaß eines vollen Monatslohnes. Monatsteile mit mindestens 15 Tagen zählen als voller Monat.

Überstunden: Für Lehrlinge unter 18 Jahren gilt das gesetzliche Überstundenverbot. Lehrlinge und Angestellte über 18 Jahren können vom Arbeitgeber zu maximal 200 Überstunden pro Jahr angewiesen werden, 2 Überstunden bilden die tägliche Obergrenze. Überstundenarbeit muss Ausnahme sein und vom Arbeitgeber genehmigt werden. Seine Weigerung, Überstunden zu machen, muss der Arbeitnehmer begründen.

Überstundenzuschlag: 15 % an normalen Arbeitstagen, 30 % an Feiertagen und bei Nacht (22 bis 6 Uhr), 50 % bei Nacht an Feiertagen.

Abfertigung und Zusatzvorsorge: Bei Eintritt in den Laborfonds zahlt auch der Arbeitgeber den vom Kollektivvertrag vorgesehenen Beitrag in Höhe von 1,55 % für den Arbeitnehmer ein. Mehr dazu in „Grundinfos“ unter diesen Stichworten.

Krankheit oder außerbetrieblicher Unfall: Volle Entlohnung der ersten 3 Krankheitstage; vom 4. bis zum 20. Tag Krankengeld im Ausmaß von 25 % des Tageslohns und vom 21. bis zum 180. Tag 33 % des Tageslohns. Zusätzlich erhalten die Lehrlinge seit dem 1. Jänner 2007 Krankengeld vom NISF/INPS für höchstens 180 Tage im Jahr. Dieses beträgt ab dem 4. bis zum
20. Krankheitstag 50 % und vom 21. bis zum 180. Krankheitstag 66,66 % des Tageslohns.

Arbeitsunfall: Voller Tageslohn für den 1. Tag, 60 % des Tageslohns vom 2. bis zum 4. Tag. Ab dem 5. Tag bezahlen das Unfallgeld INAIL und Arbeitgeber zusammen, wobei durchschnittlich 75 % der Tagesentlohnung erreicht werden.

Auflösung des Lehrverhältnisses: Alle wichtigen Informationen dazu in „Grundinfos“ unter den Schlagwörtern Kündigung, Entlassung, Betriebswechsel.

Kündigungsfrist: Die Kündigungsfrist wird vom gesamtstaatlichen Kollektivvertrag geregelt.

Geregelt wird das Arbeitsverhältnis der Zahnarzthelfer*in Lehre von den gesetzlichen Bestimmungen für Jugendliche und Lehrlinge im Allgemeinen, von den Landesabkommen und vom geltenden gesamtstaatlichen Kollektivvertrag.