25. Oktober 2019

Arbeit 4.0, von der Theorie zur guten Praxis

AFI-Tagung

Die Digitalisierung von Produktion, Wirtschaft und Gesellschaft ist in vollem Gang. Aus theoretischen Zukunftsszenarien wird gelebte Praxis. Wie ist daraus eine sozial verträgliche Arbeit 4.0 zu machen, fragt sich das AFI auf einer Abschlusstagung im NOI Techpark Bozen. Als Antwort stellt das AFI eine „Roadmap“ für die heimischen Sozialpartner vor, die wichtige Strecken und Haltestellen im Verkehrsnetz auf dem Weg zum Ziel „Gute Arbeit 4.0“ festhält.

4.0 war das Leitthema des AFI | Arbeitsförderungsinstituts im Jahr 2018. Aus den in Fachseminaren, Vorträgen und Debatten gewonnenen Erkenntnissen ist die Frage entstanden, wie die Sozialpartner den Prozess der digitalen Transformation von der Theorie in die Praxis begleiten und umsetzen können. AFI-Direktor Stefan Perini: „Wie weit ist der digitale Arbeitsalltag heute fortgeschritten, wie reagieren Unternehmen, Bildungsinstitutionen und Sozialpartner konkret auf die digitale Transformation, das halten wir mit Experten und Spitzen aus Wissenschaft, Gewerkschaften, Universität, Wirtschaft und Arbeitgeberverbänden fest.“

Arbeits- & Organisationspsychologin Silvia Feuchtl von der Arbeiterkammer Niederösterreich veranschaulichte in ihrem Vortrag die „Digitalisierungsoffensive“ der Arbeiterkammer, um die Arbeitnehmer im Joballtag Schritt für Schritt für die aktive Beteiligung an der Transformation fit zu machen.

PhD Francesco Seghezzi, Präsident der Fondazione ADAPT aus Bergamo, lieferte konkrete Beispiele aus den italienischen Kollektivvertragsverhandlungen. Seghezzi sieht darin den Trend zu mehr Flexibilität bei Arbeitsaufgaben, -zeiten, und Arbeitsorten, aber auch eine immer stärker werdende Logik der sozialpartnerschaftlichen Partizipation und dem Streben nach digitaler Kompetenz in einem zukünftigen „Italien 4.0“.

Prof. Dr. Johann Gamper, Vize-Rektor für Forschung der Freien Universität schilderte wie die unibz auf die Herausforderung einer digitalen „uni 4.0“ reagiert.

Als Höhepunkt der Tagung stellten Silvia Vogliotti und Elisa Ganzer vom AFI eine „Roadmap“ für die heimischen Sozialpartner vor. Damit will das AFI eine Orientierungshilfe an die Hand geben, welche die wichtigsten Strecken und Haltestellen im Verkehrsnetz auf dem Weg zum Ziel „Gute Arbeit 4.0“ festhält.

In der anschließenden Podiumsdiskussion tauschten ihre Ansichten und Erfahrungen aus: Cinzia Maiolini, Leiterin des Projekts Arbeit 4.0 der CGIL Italien, Josef Tschöll, Arbeitsrechtsexperte, Hannes Mussak, Präsident des Südtiroler Wirtschaftsrings, Günther Mathà, Direktor der Freien Universität Bozen und Dieter Mayr, stellvertretender Generalsekretär des SGBCISL und Präsident des AFI. Moderiert wurde die Tagung von Hermann Troger und Stefan Perini.

Stellungnahme von AFI-Präsident Dieter Mayr

„Wir alle müssen uns enorm anstrengen, damit ‚Gute Arbeit 4.0‘ entsteht. Gewerkschaften, Arbeitgeberseite und Politik müssen verstehen, dass hier ein neues Kapitel der Sozialpartnerschaft aufgeschlagen werden muss.“

Stellungnahme von Landesrat Arbeit Philipp Achammer

„Die AFI-Roadmap ‚Gute Arbeit 4.0‘ durchleuchtet den Weg der digitalen Transformation und trägt dazu bei, dass sich Sozialpartner, Unternehmen und Institutionen auf den tiefgreifenden digitalen Wandel gut vorbereiten können. Wir wollen gemeinsam daran arbeiten, aus Südtirol einen der begehrtesten Arbeitsorte Europas zu machen.“

Nähere Informationen erteilt AFI-Direktor Stefan Perini (T. 0471 41 88 30, stefan.perini@afi-ipl.org).

>>PDF ROADMAP + 20 TICKETS

AFI Pressemitteilung |