20. Juni 2018

Das affektive Betriebsklima: Wie gehen Südtirols Arbeitskräfte miteinander um? [Zoom 32|2018]

Tobias Hölbling

Die Qualität der sozialen Beziehungen im Job erreicht in Südtirol den Wert von 76 auf dem Betriebsklima-Index und steht damit gut im mitteleuropäischen Feld. Dies zeigt die Studie des AFI zu den Arbeitsbedingungen in Südtirol (EWCS). Besondere Problemzonen sind das Gesundheits- und Sozialwesen sowie der Transportsektor. Deutlich mehr als zwei Drittel der Südtiroler Beschäftigten (71%) bestätigen einen insgesamt guten Umgang zwischen Arbeitskollegen untereinander sowie mit dem Chef, 21% sind der Meinung, dass der Umgang mittelmäßig ist und nur 8% stellen dem Miteinander ein schlechtes Zeugnis aus. Mit diesen Zahlen führt Südtirol gemeinsam mit der Schweiz die Reihung der Referenzländer an. In Italien zum Beispiel sind nur 45% der Beschäftigten der Meinung, dass in ihrem Job ein guter Umgang herrsche. Dennoch erlebt jeder Fünfte Südtiroler am Arbeitsplatz Negatives. Dazu gehören Beleidigungen (14%), erniedrigendes Verhalten (9%), Drohungen (6%) und Mobbing (4%), also systematische, länger andauernde Gehässigkeiten von Seiten der Kollegen oder Vorgesetzten (Mehrfachnennungen möglich).

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