04. Januar 2021

Nach Covid-19: worauf wir uns freuen

Foto: AFI-IPL

Vorschau AFI-Barometer

Einfach mal wegfahren, die Bewegungsfreiheit genießen, Freunde wiedertreffen: das sind die Dinge, auf die sich Südtirols Arbeitnehmer/Innen am meisten freuen, ist einmal Covid-19 vorbei. Die AFI-Umfrage zeigt auch: Die aktuelle Situation belastet Südtirols Familien schwerer psychisch als finanziell. „Neben den unmittelbaren müssen auch die längerfristigen Folgen der Pandemie von uns Entscheidungsträgern ins Blickfeld genommen werden, mahnt AFI-Präsident Dieter Mayr. „Wie das AFI-Barometer zeigt, sind das nicht nur die wirtschaftlichen.“

„Die Pandemie ist zwar noch nicht vorbei – trotzdem wollten wir das Jahr 2021 mit einer positive Perspektive einläuten und haben Südtirols Arbeitnehmer/Innen nach den drei Dingen gefragt, auf welche sie sich am meisten freuen, wenn einmal Covid-19 vorbei ist“, schildert AFI-Direktor Stefan Perini den Grund für die Sonderfragen der Winterausgabe des AFI-Barometers.

Worauf man sich freut

Knapp 8 von 10 Arbeitnehmer/Innen nennen als eines von drei Dingen, auf welche sie sich nach Covid-19 am meisten freuen, „Reisen / Wegfahren“ (77%), dicht gefolgt von „Bewerbungsfreiheit genießen“ (73%). Seltener in die Top-3-Nennungen fallen „Freunde treffen / soziale Kontakte wieder aufnehmen“ (34%), „Familienangehörige und Verwandte besuchen“ (22%) sowie. „Ausgehen, Feiern“ – bzw. ganz einfach wieder auswärts etwas essen oder trinken gehen (22%). Immerhin 17% bewerten die Aufhebung der Maskenpflicht als derartige Befreiung, dass sie diese zu den Top-3-Freudesereignissen zählen.

Was belastet

Jede zweite Person fühlt sich von der aktuellen Pandemie psychisch belastet (20% „sehr“ und 30% „eher“). Für 26% der Südtiroler Arbeitnehmer/Innen wiegt die finanzielle Situation belastend (für 16% „sehr“, für 10% „eher“). Die psychische Belastung wiegt überall recht hoch, mit nur leichten Abweichungen in Abhängigkeit der Größe des Haushalts, der Wohnungssituation oder der vertraglichen Situation der arbeitenden Person. Anders die finanzielle Situation: diese stufen vor allem Ein-Personen-Haushalte als belastend ein (37%) sowie Personen in Miete (38%) oder mit eröffnetem Wohndarlehen (37%). Des Weiteren, deutlich stärker Personen mit befristetem Arbeitsvertrag (45%) als mit Festanstellung (22%)

Wo man Halt findet

Interviewte, die sich derzeit belastet fühlen wurden gefragt, was Ihnen in dieser Situation am meisten Halt gäbe. In mehr als die Hälfte der Fälle (52%) ist es die Familie, die Halt gibt. An zweiter Stelle reiht sich die Arbeit (21%), an dritter Stelle die „Zuversicht in die Zukunft“ (14%). Es folgen Freunde (8%), Sport & Natur (7%) und Freizeitaktivitäten (7%).

Das AFI-Barometer erscheint viermal im Jahr (Winter, Frühjahr, Sommer, Herbst) und gibt das Stimmungsbild der Südtiroler Arbeitnehmerschaft wider. Die telefonisch geführte Umfrage betrifft 500 Arbeitnehmer/Innen und ist für Südtirol repräsentativ. Die Interviews für die Winterumfrage des AFI-Barometers wurden im Zeitraum 1. – 20. Dezember 2020 geführt.

Das aktuelle Stimmungsbild wird auf einer eigenen Pressekonferenz (am 27.01.2021) vorgestellt. Nähere Informationen erteilt AFI-Direktor Stefan Perini (T. +39 349 833 40 65, stefan.perini@afi-ipl.org).

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